Grundlagen


Anerkennung
ist sehr zentral im menschlichen Leben. Das Bedürfnis nach Anerkennung entspringt zutiefst dem verschütteten Bedürfnis nach Bestätigung unserer ursprünglichen und ungetrennten Existenz. Solange wir der Persönlichkeit anhaften, suchen wir unseren individuellen Selbstbildern entsprechend nach Anerkennung. Wir möchten auf jeden Fall jemand sein und gesehen werden! Daran ist nichts falsch.
Doch wer bin ich in meinem Wesensgrund wirklich?
Was oder wer war ich vor meiner Geburt und bin ich nach dem Sterben meines Körpers? Was ist der Sinn meines kurzen und so erstaunlichen Erdenlebens?

Das Leben und die Welt ist eine Spiegelung unseres Wesens, damit Verblendung, Abspaltungen, Glaubenssätze, Illusionen, Identifikationen und Tendenzen, sichtbar und spürbar werden. Das Leben bietet uns so Gelegenheit berührbar zu sein und berührt zu werden.

Erste Erwachenserlebnisse und dann? Aus dem Gefängnis heraus ins Freie zu schauen bedeutet noch nicht wirklich draußen zu stehen, auch wenn wir dies uns und anderen gerne vormachen. Erwachen ist eine Offenbarung, kein Ereignis. Es zeigt uns wohin wir uns zu wenden haben und erlöst uns von vielen alten Illusionen, verhindert uns jedoch nicht jede Menge neue Illusionen zu erschaffen und daran zu glauben. Außerdem bleiben unsere Tendenzen und Charaktereigenschaften weiterhin bestehen und sind nach wie vor unsere Baustellen.

Zazen /Vipassana /Dhyana – Meditation ist unsere Basis.
Genau so wesentlich ist es jedoch auch Meditation in unseren alltäglichen Erfahrungen lebbar zu machen und in eine erfüllte, ganzheitliche Lebens- Praxis umzusetzen.

Selbsterforschung, Selbstversenkung und Selbsterfüllung
Dieser Weg ist voller lebendiger Wiedersprüche. Es geht darum dich dahin zu wenden wo sich dir dein Sein in seiner ungeteilten Ursprünglichkeit zeigt, also um Hinwendung und Bejahung.
Haben-wollen und Vermeiden-wollen sind Ausdruck unserer Identifikationen und daher zu vermeiden. Es kann also nicht direkt etwas von „uns“ getan werden. Vertrauen ist wesentlich. Du balancierst immer wieder aus, wenn etwas fehlt oder in Unordnung kommt oder du etwas brauchst. Dies betrifft, Geist, Seele und Herz auf allen Ebenen. Sich vom Herzen leiten zu lassen öffnet dir den Weg. Der physische Körper, die Psyche, der Emotionalkörper, der Energiekörper, sowie Verstandesstrukturen, Gedanken, Emotionen und Gefühle geben Hinweise auf unsere Befindlichkeiten und Schwierigkeiten, auf Traumas, Identifikationen, Abhängigkeiten, Glaubenssätze und Tendenzen. Das Leben zeigt dir jederzeit unmittelbar was du abspaltest.
Bist du bereit das anzunehmen, was dir das Leben spiegelt und darauf eine lebendige Antwort zu erhalten?

Wohin dich dies führen kann?
Zum Beispiel zur Bereitschaft dein Leben lang zu meditieren, ohne dass es dir eine Rolle spielt was damit geschieht und wohin es dich führt. Selbst, wenn es irgendwohin führt und Erleuchtung eintreten sollte, es dir genauso wenig eine Rolle spielt, denn die Quelle deines Seins ist jenseits von Erleuchtung und Nichterleuchtung. Erleuchtung und Praxis sind nicht zu trennen. Das Vertrauen, dass dir auf dem weglosen Weg alles gezeigt wird was du benötigst führt dich nachhause. Dieser Pfad zeigt dir nicht nur deine Abgründe, er ist auch voller blühender Gärten.







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