Monatsbotschaft

Verblendung


Der ununterbrochene Kampf um unser Überleben, um unsere Daseinsberechtigung, um Akzeptanz, Liebe und Anerkennung, über all die Jahrtausende hindurch, hat in uns viele neurotische Verhaltensmuster geprägt, welchen wir uns nur schwer entziehen können. Wir glauben so oft irgendetwas haben, oder etwas vermeiden zu müssen, dass wir fast nicht mehr aus diesem Kampfmodus heraus finden.
Es ist nicht diese Welt, welche uns so sehr plagt. Es ist das Leiden an uns selbst, an unserem Ich und Mein, welches unendlich viel Leid in unserer Welt erzeugt und dabei auch noch sämtliche Grundlagen und Ressourcen zerstört.
Unser Leiden beginnt stets in unserem „Selbst-Verständnis“ in und mit uns selbst, in den Ich-Gedanken, Ich-Ideen und Ich-Projektionen und den Abgrenzungen zu all dem scheinbar „Anderen“, das zu diesem „Ich“ in Bezug gesetzt wird. Ist es nicht erstaunlich? Über sieben Milliarden unterschiedliche, einzigartige Ichs auf dieser Erde und jeder meint dasselbe Ich, nämlich seines.

Auch wenn es uns sehr unangenehm ist und wir noch so gerne unsere Neigungen und Tendenzen weg-erleuchten, oder weg-erwachen lassen würden, wir kommen nicht umhin diese unbeliebten und ungeliebten Verblendungen und Anhaftungen ins Licht unseres Bewusstseins und in die Transzendenz zu führen. Wenn wir den Pfad zum Erwachen und zur Erleuchtung als weglosen Weg beschreiben, so kann die Transzendenz der Veranlagungen und Eigenarten als der Weg der kleinen Schritte bezeichnet werden. Der Weg der kleinen Schritte ist der Weg der „scheinbaren“ Kleinigkeiten. Scheinbar, weil in der Wirklichkeit unseres Seins Vergleiche und Wertunterschiede keinerlei Bedeutung haben. Alles Seiende entspringt derselben Quelle und erscheint mit dem Ichgedanken als Projektion der Trennungsphantasie unserer Seele. Kleinigkeiten, weil diese oft unscheinbaren und im Zwielicht unserer Werturteile gedeihenden Neigungen meistens versteckt, verdrängt und kleingeredet werden. Doch diese scheinbaren Kleinigkeiten können weitreichende Auswirkungen haben und dadurch auch großes Leiden erzeugen.
Unsere Wesensnatur, die Natur des Geistes, zu erkennen ist nicht das Ende sondern der Anfang der Entwicklung (Verwicklung ent-wickeln) zur Ganzwerdung. Erwachen ist immer spontan und unmittelbar, doch die Korrektur unserer eingefahrenen Gewohnheiten und den zugrundeliegenden Tendenzen kann stets nur in kleinen Schritten vollbracht werden. Selbst wenn wir überraschenderweise plötzlich große Veränderungen in diesen Bereichen erleben, so wurden diese Transformations-Sprünge in kleinen Schritten vorbereitet.
Die Welt ist der Spiegel unserer Trennungs-Gedanken und Trennungs-Projektionen. Das Ende unseres Leidens findet in der Auflösung der ihr zugrunde liegenden Identifikationen und deren mächtigen gebundenen Kräften und Energien statt. Dieser Weg fordert restlos alles von uns. Wie sollten wir denn unseren göttlichen Wesensgrund tatsächlich realisieren können ohne all unsere Begrenzungen vollständig und restlos aufzugeben? Wir würden in tausend Stücke zerrissen wollten wir das Göttliche umfassen.


Und noch etwas:

Liebe Freunde! Es ist wieder „Wilde-Wolken-Zen-Zeit“!

Das Felsentor–Retreat auf der wunderschönen Rigi, der wilden Berglandschaft mit ihren mystischen Plätzen und Kraftorten, in einem atemberaubend gestalteten Zen-Umfeld, findet dieses Jahr für euch wahlweise vom 12. bis 18. Februar oder vom 14. bis 18. Februar statt.
Auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen mit dabei zu sein.
Wir sind immens dankbar für diese so wunderbare Gelegenheit unsere spirituelle Entfaltung in einer intensiven Zeit der Vertiefung miteinander erleben zu dürfen. Wir können uns nicht erlauben auf immer noch bessere Zeiten zu hoffen. Es gilt nichts auf später zu verschieben!

In Liebe Saajid



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